Abmahnung

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Herr Müller, Sie werden abgemahnt!“- dürfte in den Top-Ten der unbeliebtesten Sätze unter Arbeitnehmern sicherlich eine hohe Position einnehmen. Eine Abmahnung liegt vor, wenn der Arbeitgeber Pflichtverletzungen oder Vertragsverstöße seines Arbeitnehmers beanstandet und ihn zugleich darauf hinweist, dass Inhalt und Bestand des Arbeitsverhältnisses im Wiederholungsfall gefährdet sind. Die Abmahnung muss nicht als solche bezeichnet sein. Es genügt, wenn der Adressat aus ihr entnehmen kann, dass sein Verhalten beanstandet wird und ihm bei weiteren Pflichtverletzungen ganz bestimmte Folgen drohen.

Erfahren Sie, worauf Sie beim Thema Abmahnung unbedingt achten müssen!

Das Wichtigste in Kürze

Was ist eine Abmahnung?

Der Arbeitgeber kann immer dann eine Abmahnung aussprechen, wenn der Arbeitnehmer seine arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt hat. Die Abmahnung fungiert dabei als Hinweis, Warnung oder auch Appell an den Arbeitnehmer, um ihn zur Besserung seines Verhaltens zu bewegen.

Warum wird eine Abmahnung erteilt?

Abmahnung können aus verschiedenen Gründen ausgesprochen werden. Grundsätzlich folgt sie auf eine Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten des Arbeitnehmers. Zu diesen Pflichten gehört dabei nicht nur die Erfüllung seiner vertraglichen Arbeitsleistung, sondern auch sogenannte Nebenpflichten, wie der pflegliche Umgang mit Arbeitsmitteln, Pünktlichkeit und ein kollegiales Miteinander.

Wie muss eine Abmahnung erfolgen?

Die Abmahnung unterliegt keinen zwingenden Formvorschriften, und kann deshalb sowohl über eine mündliche oder schriftliche Erklärung gegenüber dem Vertragspartner erfolgen. Allerdings empfiehlt es sich, die Abmahnung stets in schriftlicher Form zu übermitteln. Die Abmahnung kann einen kündigungsvorbereitenden Charakter haben und aus Gründen der Beweissicherung und Dokumentation sollten in ihr auch mögliche Zeugen für den zur Last gelegten Verstoß gegen die Vertragspflichten im Einzelnen benannt sein. 

Chef spricht Abmahnung aus

Abmahnung: Inhalt

Verletzt ein Arbeitnehmer seine arbeitsvertraglichen Pflichten, kann der Arbeitgeber eine Abmahnung aussprechen. Sinn und Zweck einer Abmahnung ist es, den Arbeitnehmer auf sein Fehlverhalten hinzuweisen, ihn zu ermahnen oder zu warnen. Dabei stellen sich verschiedene Fragen: Wie muss eine Abmahnung erfolgen? Gilt bei der Abmahnung eine Frist?

Traurige Geschäftsfrau im Büro

Folgen der Abmahnung

Als Vorstufe zur Kündigung dient die Abmahnung als Appell an den Arbeitnehmer, sein Betragen am Arbeitsplatz zu bessern – sie ist gewissermaßen als Bewährungsstrafe für die in ihr beanstandeten Fehlleistungen zu verstehen. Was passiert, wenn man eine Abmahnung bekommt? Wie viele Abmahnungen bis zur Kündigung?

Frau redet mit Chef

Abmahnung: Was tun?

Wie verhält man sich nach einer Abmahnung? Arbeitnehmer haben nach dem Erhalt einer Abmahnung durch den Arbeitgeber verschiedene Optionen. In einigen Fällen ist Reden Silber und Schweigen Gold, in wieder anderen Fällen empfiehlt sich eine Stellungnahme des Arbeitnehmers. Eine unrechtmäßige Abmahnung müssen Arbeitnehmer jedoch nicht einfach hinnehmen.

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