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Arbeitslosmeldung und Antrag

Die Arbeitslosmeldung gilt gleichzeitig als Antrag auf Arbeitslosengeld. Frühester Termin für den Leistungsbeginn ist der Tag der Arbeitslosmeldung bzw. der Antragstellung.

Arbeitslosmeldung

Die Arbeitslosmeldung ist eine der Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosengeld. Um Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben, muss der Antragsteller zudem arbeitslos sein und die Anwartschaftszeit erfüllt haben. Die gesetzlichen Regelungen zur Arbeitslosmeldung finden sich in § 141 SGB III.

Die Arbeitslosmeldung kann im frühesten Fall drei Monate vor dem Beginn der Beschäftigungslosigkeit erklärt werden. Spätestens ist die Arbeitslosigkeit jedoch am ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit zu erklären.

Die Arbeitslosmeldung ist unverzüglich persönlich bei der für den Wohnort zuständigen Agentur für Arbeit vorzunehmen. Nicht der korrekte Adressat der Arbeitslosmeldung ist die Agentur für Arbeit am Ort der Arbeitsstelle.

Sofern der Bezug von Teilarbeitslosengeld angestrebt wird ist auch die Teilarbeitslosigkeit auf gleichem Wege zu erklären.

Nicht zu verwechseln ist die Arbeitslosmeldung mit der Arbeitssuchendmeldung gemäß § 38 SGB III. Das Unterlassen einer Arbeitssuchendmeldung führt zwar nicht dazu, dass kein Anspruch auf Arbeitslosengeld entsteht, dennoch kann dies den Anlass für eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeldbezug darstellen.

Antrag auf Arbeitslosengeld

Die Abgabe der Arbeitslosmeldung gilt gleichzeitig als Stellung des Antrags auf Arbeitslosengeld-Leistungen. Daher ist im Rahmen der Arbeitslosmeldung auch der sogenannte „Grundantrag“ auszufüllen.

Für die Prüfung des Arbeitslosengeld-Anspruchs ist eine Vielzahl von Angaben notwendig, die von Antragsteller beizubringen sind. In der Regel lassen sich die notwendigen Angaben aus den folgenden Unterlagen (sofern vorhanden) entnehmen, die dementsprechend bei der Antragstellung im Rahmen der Arbeitslosmeldung vorgelegt werden sollten.

  • Personalausweis des Antragstellers
  • Lohnsteuerkarte und sonstige Arbeitspapiere des Antragstellers
  • Arbeitsbescheinigung(en) früherer Arbeitgeber
  • Kündigungsschreiben
  • Erklärung zur Arbeitsaufgabe
  • Nachweise über einen (früheren) Bezug von Leistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld, etc.)
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