Teilarbeitslosengeld

Wer eine von mehreren ausgeübten versicherungspflichtigen Beschäftigungen verliert, hat – sofern bezüglich der verlorenen Beschäftigung die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen vorliegen – Anspruch auf Teilarbeitslosengeld. Die gesetzlichen Regelungen zum Teilarbeitslosengeld finden sich in § 162 SGB III.

Anspruchsvoraussetzungen zum Bezug von Teilarbeitslosengeld

Analog zum klassischen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit ist bestehen auch beim Teilarbeitslosengeld die drei Anspruchsvoraussetzungen.

(Teil-)Arbeitslosigkeit

Teilarbeitslos ist nach § 162 Abs. 2 Nr. 1 SGB III, wer eine von mehreren ausgeübten versicherungspflichtigen Beschäftigungen verliert und darüber hinaus eine versicherungspflichtige Beschäftigung sucht. Ansonsten gelten die Ausführungen zur Arbeitslosigkeit als Anspruchsvoraussetzung entsprechend.

(Teil-)Arbeitslosmeldung

Ebenso muss der für einen Anspruch auf Teilarbeitslosengeld eine Meldung über die Teilarbeitslosigkeit erfolgen. Auch hier gelten die allgemeinen Regelungen zur Arbeitslosmeldung.

Anwartschaftszeit beim Teilarbeitslosengeld

Die Anwartschaftszeit beim Teilarbeitslosengeld erfüllt, wer in der Rahmenfrist zum Teilarbeitslosengeld (zwei Jahre) mindestens für die Dauer von zwölf Monaten eine weitere versicherungspflichtige Beschäftigung neben der noch immer Bestehenden ausgeübt hat.

Dauer und Höhe des Anspruchs

Die Anspruchsdauer beim Teilarbeitslosengeld beträgt bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen sechs Monate.

Die Höhe des zu erwartenden Teilarbeitslosengeldes bestimmt sich nach den allgemeinen Berechnungsregeln zum Arbeitslosengeld. Zugrunde gelegt wird abweichend hiervon jedoch nur der aufgrund der verlorenen Beschäftigung eingebüßte Einkommensanteil.

Erlöschen des Anspruchs auf Teilarbeitslosengeld

Der Anspruch auf Teilarbeitslosengeld erlischt beim Wegfall der Anspruchsvoraussetzungen, wenn die Voraussetzungen für einen Anspruch auf „klassisches“ Arbeitslosengeld vorliegen oder ein Jahr nach der Entstehung.

Nach § 162 Abs. 2 Nr. 5a SGB III erlisch der Anspruch auf Teilarbeitslosengeld auch dann, wenn Bezieher nach der Entstehung des Teilarbeitslosengeld-Anspruchs eine Beschäftigung, eine Tätigkeit als mithelfender Familienangehöriger oder eine selbstständige Tätigkeit für eine Dauer von mehr als zwei Wochen oder einer Arbeitszeit von mehr als fünf Stunden pro Woche aufnimmt.