Corona-Krise: Eltern erhalten bis zu 10 Wochen Lohnfortzahlung

Eltern mit Atemschutzmaske

Wenn Eltern in der Corona-Krise angesichts der geschlossenen Schulen oder Kitas nicht arbeiten können, standen ihnen bisher 6 Wochen lang Lohnersatzzahlungen zu. Diesen Zeitraum hat die Bundesregierung nun auf 10 Wochen verlängert.

Eltern ohne Betreuung haben Anspruch auf Lohnfortzahlung

In Zeiten der Corona-Pandemie haben Eltern häufig große Schwierigkeiten, Berufsleben und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Die geschlossenen Schulen und Kitas machen es Eltern nicht leicht, ihrer Arbeit nachzugehen – gerade dann, wenn Homeoffice keine Option ist. Aus diesem Grund wurde ein Entschädigungsanspruch für Verdienstausfälle bei behördlicher Schließung von Kindergärten und/ oder Schulen in das Infektionsschutzgesetz mitaufgenommen. Gemäß § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz steht Eltern in diesen Fällen bis zu 6 Wochen lang eine Entschädigung in Höhe von 67 Prozent ihres Nettoeinkommens zu, wobei der Höchstbetrag auf 2.016 Euro begrenzt ist.

Lohnfortzahlung bis zu 10 Wochen

Am Donnerstag, den 28.05.2020, beschoss der Bundestag, dass berufstätige Eltern die Lohnersatzzahlungen bis auf Weiteres für 10 Wochen anstatt der bisherigen 6 Wochen in Anspruch nehmen können. Alleinerziehende können bei eingeschränkten Schul- und Kitabetrieb ab der Zeit nach Pfingsten sogar 20 Wochen lang auf die Lohnfortzahlungen bauen. Die Entgeltfortzahlung kann zudem auch tageweise in Anspruch genommen, sollte eine Notbetreuung nicht an allen Tagen der Wochen zur Verfügung stehen.

Bedingungen für Lohnfortzahlung

Die Entschädigung für den Verdienstausfall erfolgt jedoch nur, wenn die Kinder der betroffenen Eltern jünger als 12 Jahre alt sind oder aber auf Grund einer Behinderung auf Hilfe angewiesen sind. Die Lohnfortzahlungen werden von der Bundesregierung finanziert und sollen nach einer entsprechenden Abstimmung im Bundesrat rückwirkend ab dem 30. März gelten.

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