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Krankengeld

Krankengeld ist eine gesetzlich vorgesehene Lohnersatzleistung, die bei Arbeitsunfähigkeit aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung aufgebracht wird. Bezugsberechtigt sind krankenversicherte Personen, soweit sie länger als sechs Wochen (42 Tage) arbeitsunfähig sind.

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  1. Wie viel Krankengeld zahlt die Krankenkasse

    Die Höhe des Krankengeldes für gesetzliche Versicherte beträgt 70 Prozent vom Bruttogehalt, darf jedoch 90 Prozent des Nettogehaltes nicht übersteigen (§ 47 Abs. 1 SGB V) (Krankengeld Rechner). Darüber hinaus wird das Krankengeld nach § 47 Abs. 6 SGB V durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt und darf in 2020 109,38 Euro nicht übersteigen, ausgehend von einer kalendertäglichen Beitragsbemessungsgrenze von 156,25 Euro

  2. Wie lange wird das Krankengeld gezahlt?

    Das Krankengeld wird ab dem 43. Tag derselben Krankheit (nach sechs Wochen) für eine Dauer von höchstens 72 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt. Zusammen mit der sechswöchigen Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers über sechs Wochen ist der Arbeitnehmer somit 78 Wochen finanziell abgesichert.

  3. Krankengeld, wenn das Kind krank ist?

    Erkrankt das eigene Kind, haben gesetzlich versicherte Eltern auch Anspruch auf Krankengeld – in diesem Fall das Kinderkrankengeld. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form des Krankengeldes, welches zwar in regulärer Höhe ausgezahlt wird, aber auf höchstens 25 Tage bzw. 50 Tage bei Alleinerziehenden pro Jahr beschränkt wird.

Für die ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit wird kein Krankengeld gezahlt. Vielmehr  besteht für Arbeitnehmer in dieser Zeit grundsätzlich ein Anspruch gegen den Arbeitgeber auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz.

Neben krankenversicherten Arbeitnehmern erhalten Krankengeld auch die Bezieher von ALG I, Unterhaltsgeld und Kurzarbeitergeld. Grundsätzlich kommt der Krankengeldanspruch bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auch für Selbständige in Betracht. Nicht bezugsberechtigt sind dagegen Empfänger von ALG II und Sozialgeld.

Die Leistungshöhe unterliegt individueller Berechnung, beträgt aber im Regelfall 70% des zuletzt erzielten monatlichen Bruttoeinkommens bzw. maximal 90 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens. Bei Bezug bestimmter weiterer Leistungen kann der Krankengeldanspruch ruhen oder gekürzt werden. Die Gewährung von Krankengeld ist innerhalb eines Dreijahreszeitraumes wegen derselben Krankheit für längstens 78 Wochen möglich

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