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Höhe des Krankengeldes bei Arbeitslosengeld (ALG I) und Unterhaltsgeld

Bei Bezug von ALG I und Unterhaltsgeld wird Krankengeld in Höhe des

  • Arbeitslosengeldes oder
  • Unterhaltsgeldes

gewährt, den der Leistungsempfänger zuletzt bezogen hat (§ 47b Abs.1 S.1 SGB V).

Das Gesetz berücksichtigt zudem mögliche Änderungen der für den Anspruch auf ALG I oder Unterhaltsgeld maßgeblichen Verhältnisse während des Krankengeldbezuges.

Treten solche Änderungen ein, ist dem Leistungsbezieher auf Antrag derjenige Betrag zu gewähren, den er als Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld erhalten würde, wenn er nicht erkrankt wäre (§ 47b Abs. 2 S.1 SGB V).

Das bedeutet, dass Umstände, die eine Erhöhung des zugrunde liegenden Leistungsanspruchs begründen, auch zu einer entsprechenden Aufstockung des Krankengeldes führen.

Das Gesetz stellt diesen Anpassungsmechanismus aber unter einen Geringfügigkeitsvorbehalt.

Führt die Änderung nur zu einer Erhöhung des Krankengeldes von weniger als 10%, bleibt sie außer Betracht, und der Krankengeldbetrag wird nicht angehoben (§ 47b Abs. 2 S. 2 SGB V).

Titelbild: Wolfgang Filser/ shutterstock.com

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