Beginn der Krankengeldzahlung

Der Anspruch auf Zahlung von Krankengeld entsteht nach Ablauf der sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber und besteht

  • bei Krankenhausbehandlung oder Behandlung in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung von ihrem Beginn an
  • ansonsten von dem Tage an, der auf den Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit folgt

Entgeltfortzahlung bei Arbeitnehmern

Zu beachten ist allerdings, dass in den ersten sechs Wochen (42 Tage) der Arbeitsunfähigkeit noch kein Krankengeld geleistet wird. Dieser Zeitraum ist durch den Entgeltfortzahlungsanspruch gegen den Arbeitgeber abgedeckt (§ 3 EFZG). Dieser für Arbeitnehmer bestehende gesetzliche Anspruch im Krankheitsfall ist deshalb bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit stets und vorrangig zu prüfen. Ist der Fortzahlungsanspruch gegeben, ruht für die Dauer seines Bestehens der Krankengeldanspruch (§ 49 Abs.1 Nr.1 SGB V).

Zahlungsbeginn bei freiwilliger Versicherung

Bei Selbständigen, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind (vgl. dazu nachstehend „Krankengeld bei freiwilliger Versicherung“), hängt der Zahlungsbeginn von dem gewählten Wahltarif und den zugrunde liegenden Versicherungsbedingungen in der Beitragssatzung der Krankenkasse ab, soweit sie sich für einen solchen Wahltarif entscheiden haben.

Der Beginn der Zahlung kann dann – je nach vereinbarten Versicherungsbedingungen in dem Wahltarif – schon wenige Tage nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit einsetzen. Stets muss der Versicherte solche Vergünstigungen allerdings durch entsprechend höhere Prämienzahlungen erkaufen.

Hat der Selbständige sich in seiner Wahlerklärung für den gesetzlichen Krankengeldanspruch entschieden, entsteht der Anspruch von der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit an (§ 46 S.2 SGB V).

Lesenswert: Höhe und Berechnung des Krankengeldes bei Selbständigen