Sozialversicherungspflicht des Krankengeldes

Das Krankengeld unterliegt der Sozialversicherungspflicht zur

Demgegenüber besteht für die Dauer des Bezuges von Krankengeld keine Beitragspflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung (§ 224 Abs.1 SGB V).

Das nach den obigen Grundsätzen berechnete Krankengeld ist daher Bruttokrankengeld, von dem die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge an die Leistungsträger abzuführen sind. Diese Aufgabe übernimmt die Krankenkasse. Sie leitet die Beitragsanteile unmittelbar an die Versicherungsträger weiter.

Die Bezugszeiten von Krankengeld gelten im Übrigen als beitragswirksame Zeiten in der Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Hälftige Beitragstragung bei Arbeitnehmern

Bei bestehender gesetzlicher Sozialversicherungspflicht werden die fälligen Beiträge in der Regel je zur Hälfte vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Für die Dauer des Bezuges von Krankengeld werden die Beitragsanteile des Arbeitgebers von der Krankenkasse geleistet, so dass die Sozialversicherungsbeiträge im Ergebnis je zur Hälfte von dem Versicherten und der Krankenkasse zu zahlen sind.

Dies führt im Regelfall für den Leistungsbezieher zu einem Abzug vom Bruttokrankengeld in Höhe von

  • 12,33 % bei Beziehern von Krankengeld mit Kindern
  • 12,58 % bei kinderlosen Krankengeldbeziehern

Volle Beitragsübernahme bei Arbeitslosigkeit

Die Sozialversicherungsbeiträge werden vollständig von der Krankenkasse getragen, wenn sie an Empfänger von Arbeitslosengeld I Krankengeldleistungen erbringt.