Auszahlung des Arbeitslosengeldes

Grundsätzlich erfolgt die Auszahlung der Arbeitslosengeld-Leistungen monatlich für den abgelaufenen Monat per Überweisung auf ein deutsches Girokonto.

Der Leistungsbezieher muss hierbei zumindest Mitinhaber des zur Überweisung angedachten Girokontos sein. Die Arbeitslosengeld-Leistung sollte in der Regel so zur Zahlung gebracht werden, dass der Leistungsbezieher am ersten Werktag eines Monats Zugriff auf den Betrag hat.

Nicht ausgezahlt werden Leistungen mit einer Höhe von weniger als 10,00 Euro. Diese werden bis zur Überschreitung dieser Grenze gesammelt und anschließend zur Auszahlung gebracht.

Pfändung von Arbeitslosengeld

Das Arbeitslosengeldgeld wird bei einer Pfändung wie Arbeitseinkommen angesehen, ist also grundsätzlich pfändbar – jedoch nur Beträge, die den Pfändungsfreibetrag von 1.178,59 € übersteigen – dieser Freibetrag gilt vom 01.07.2019 bis 30.06.2021. Dieser Betrag erhöht sich um 443,57 € für eine Person, für die der Gepfändete zu Unterhalt verpflichtet ist. Ab der zweiten unterhaltsberechtigten Person (bis maximal 5 Personen) erhöht sich der Freibetrag um weitere 247,12 € je unterhaltsberechtigter Person.

Von Pfändungen Betroffene haben aber auch die Möglichkeit ein Pfändungsschutzkonto (sog. P-Konto) bei einer Bank zu eröffnen. Damit kann automatisch keine Pfändung unter die Pfädnungsfreibeträge erfolgen.

Arbeitslosengeld-Auszahlung als Zahlungsanweisung zur Verrechnung

Verfügt der Leistungsbezieher nicht über ein geeignetes deutsches Girokonto, kann die Auszahlung der Arbeitslosengeld-Leistungen auch als Zahlungsanweisung zur Verrechnung erfolgen.

Für diese Art der Auszahlung bringt die Bundesagentur für Arbeit eine pauschale Gebühr in Höhe von 2,10 Euro auf die zu gewährenden Leistungen in Abzug.

Diese Zahlungsanweisung kann der Leistungsempfänger dann bei Banken und Sparkassen auf ein im jeweiligen Hause geführtes Konto zur Gutschrift bringen.

Eine Barauszahlung der Leistungen ist durch die Vorlage des Zahlungsanweisung zur Verrechnung bei  der Postbank sowie den Auszahlungsstellen der Deutschen Post AG möglich. Hierfür fallen jedoch weitere Gebühren an, deren Höhe sich nach dem Auszahlungsbetrag richtet.

Gebühren für Barauszahlungen des Zahlungsanweisung zur Verrechnung

Betrag der Barauszahlunganfallende Gebühr
bis 50,00 Euro3,50 Euro
50,00 bis 250,00 Euro4,00 Euro
250,00 bis 500,00 Euro5,00 Euro
500,00 bis 1.000,00 Euro6,00 Euro
1.000,00 bis 1.500,00 Euro7,50 Euro